Google produziert jetzt eine eigene Webshow mit Nachrichten-Highlights: Die wöchentliche Sendung “Google Beat” auf einem eigenen YouTube-Kanal besteht aus den meist gesuchten Themen der Woche. Eine Sprecherin führt im sparsamen Studio durch anderhalb Minuten Buntes. - Da steht bei Turi2. Und die haben es von der NYT.
Sparsames Studio, anderthalb Minuten Buntes. So kann man das natürlich auch sehen. Man kann aber auch kurz in die Auslegeware beißen, wenn man sich die fünf sichtbaren Elemente dieses Studios in weiß anschaut. Was um alles in der Welt will uns der irgendwie-wohl-bald-oder-jetzt-schon-wichtigste Konzern der Welt damit sagen?
Was für ein Arrangement: Ein dünner Regiestuhl mit Google-Logo, ein rückenfreundlicher blauer Sitzball, ein künstliches grünes Gewächs plus hautfarbener Tischstehlampe auf einem zeitlos hässlichen Plastiktischchen aus dem Zeitalter des Retro-Futurismus? Wer ist dafür verantworlich? Und warum? Diese uns-ist-das-eigentlich-voll-egal-wir-stellen-da-einfach-mal-was-hin Haltung nimmt doch niemand einem Unternehmen dieser Größenordnung ab.
Hätte man den Altvorderen diesen Videoausschnitt als real existierende Zukunft verkauft - sie hätten sich a) totgelacht b) geschüttelt c) in Grausen abgewandt.
Warum hat man bei Google keinen Geschmack? Gibt es da nicht eine moralische Verantwortung? Ob mit oder ohne Schlagschatten, das Google-Logo wirkt langsam so, als ob ein 21-jähriger Business-Banker in seinem Kindergarten-ich-spiele-im-Sand-Outfit zur Arbeit radelt. Auf einem Batman-Bike mit Hupe. Ich plädiere für ein sofortiges Re-make/Re-model. Der Mensch der das Logo der Deutschen Bank gezeichnet hat, muss her. Und die Macher von Blade Runner. Schnell. Das Einfallstor ins Internet darf nicht länger aussehen wie ein Therapieraum für Traumatisierte. Schluß mit der Infantilisierung!
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semiotik-mystiker würden hier sicher sofort...immer gleichen okkulten zeichen
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