Ich bin jetzt seit drei Wochen montags und mittwochabends Student. Habe in diesen drei Wochen maximal drei Studen lang ein Videospiel gespielt. Es ging nicht weiter. Hab die blöden friedlichen Hunde erschossen statt die dämlichen Monsterkreaturen die die ganze Zeit aus irgendwelchen Ecken und Ende kamen. Level 4. Es gibt 30. Oh Mann.
Johan Huizinga (Homo Ludens) angefangen und semi-entsetzt zur Seite gelegt. Dafür eine komplette Ausgabe einer Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften mit einem blöden Namen verschlungen, über GTA gelesen, Notizen gemacht, Eselsohren auch. Julian Kücklich Texte gelesen, die waren sehr aufgeräumt. Jeden Tag einen Artikel aus dem Kill Screen Magazine gelesen. Walter Benjamin gekauft.
Kreuz und quer im Werk von Chris Crawford herumgelesen. Aufschlussreich: The Art of Computer Game Design. Vor allem das Schlusskapitel (So, my young friend, you want to be a game designer). Am besten: Dass der Text eigentlich von 1982 ist. Sehr sehenswert: Durch die Nacht mit Chris Crawford und Jason Rohrer. Überhaupt Jason Rohrer. 1001 Videogames You must Play Before You Die gekauft. Diverseste alte Game-Trailer bei YouTube geguckt. Das Gee Magazin gelesen.
Der ganze Rest der Lektüre liegt unsortiert als PDF-Haufen in einem Dropbox-Ordner und auf dem Kindle-Home-Screen. So ist das jetzt - das papierlose Studium. Auch da auf dem Kindle Homescreen auf allen Geräten: The Art of Game Design von Jesse Schell. Das soll es jetzt sein. 9798 Mobiltelefon-Screens. Scheint machbar. Liest sich so weg. Ansonsten? Eine wachsende Twitter-Liste Games angelegt. Und eine wachsende Delicious-Linkliste. Und eine noch recht unsortierte private Feed-Liste und jetzt auch noch eine Podcast-Liste.
A Life Well Wasted ist gut produziert. Und der Titel ist auch sehr schön. Newsgames von Ian Bogost braucht offenbar Wochen bis es auf einem Schiff über den Atlantik gefahren kommt. Heute Vorlesungen und Präsentationen über Roadmovie und Audiovisualität und Transmedialität und Intermedialität und eine ganze weitere Menge mit -ialität.

