Was sie (noch) nicht verstehen ist, dass sie mit dem Echtzeit-Web ein neues, machtvolles Werkzeug in die Hände bekommen, das ihre Möglichkeiten nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ vergrößert. Allerdings um den Preis der verlorenen Exklusivität: Sie stehen nun im Wettbewerb mit Millionen von Nutzern des Echtzeit-Web, die die gleichen Möglichkeiten wie die professionell-journalistischen Nutzer haben. Ihre zukünftige, kommunikative wie wirtschaftliche, Existenzberechtigung können Journalisten und ihre Medien also nur noch durch eine überlegene Kompetenz bei der Verarbeitung der Informationen, durch ihre Überprüfung, Verbindung und Bewertung, kurz durch eine überlegene Glaubwürdigkeit erhalten. Und das ist auch gut so. Das “Echtzeit-Web” und die Zukunft des Journalismus

