The Death of a Disco Dancer - Teil Eins
Murdoch hatte 2005 zur Überraschung der Medienbranche 580 Millionen Dollar für MySpace ausgegeben, das seinerzeit führende Unternehmen hatte dem Aufstieg von Facebook jedoch zu wenig entgegen zu setzen.
Zu den Sachen über die man sich erst wundert, die man feststellt und dann irgendwann als normal ansieht, gehört die Historisierung des Internets und allen damit verbundenen Moden, Trends, Programmen, Soft- und Hardware.
Bücher und Seiten und Sammlungen gibt es die alle jemals hergestellten Joysticks listen und beschreiben. Es gibt Mitschnitte von Computerspieldurchläufen anno 1987 bei YouTube. Es gibt ein Internet Archive und Sammlung von animierten Gifs und Gratulationen zum 20. Geburtstag von Photoshop. Aber gibt es irgendwo auch Texte darüber, wie es war Myspace zu entdecken, Myspace zu nutzen und Myspace zu vergessen? Keine Ahnung. Hab keinen gefunden.
PRE - Mein Friendster-Freund
Mit Friendster konnte ich irgendwie nichts anfangen. Katharina und Elisabeth nutzten das und dann machte ich halt mit. Am Samstag, den 16. Oktober 2004 um 8:12:40 kam die Bestätigungsmail. Und dann vergaß ich Friendster und dann vergingen fast zwei Jahre und dann hatte ich meinen ersten Freund da in diesem neuen Dings, dem Social Web. Frank Koriath natürlich. Dienstag, 10. Januar 2006 09:15:51 An: fkoriath@web.de
servus der herr, die computer bei der arbeit sind extrem restriktiv. friendster geht hier schon mal garnicht. bin aber trotzdem natürlich sehr stolz darauf, dass ich heute meinen ersten freund bekommen habe (hat das jetzt vielleicht doch geklappt mit der mail via friendster? falls nicht schreibe ich einfach weiter:) musste ich ja alles ausprobieren irgendwann friendster, flickr und all diesen social kram, bastelte in den letzten tagen gar an einem weblog »> commander.twoday.net wozu das ganze ist mir zwar auch nicht klar, aber bis zur weltweiten datenrevolution übt man wohl besser mal ein bisschen. schwierig wenn der computer kaputt ist! hoffe berlin ist gut. bonn ist das gegenteil. sitze in der langweiligsten XXXX der welt und warte auf den frühling. best regards,
So fing das an. “Mein Freund bei Friendster” wurde zu einer Art feststehendem Begriff. Zumindest in Mails die sich ungefähr so lasen.
Ich hab in der Geilo-Disko Jacob wiedergetroffen, mein Freund bei Friendster, Superfotograf, hat mich die ersten drei Nächte durch CPH geschleppt auf Kokain- und Modeparties, obwohl er damals noch mit nem Supermodel zusammen war.
Was aber sehr nervte und bei XING das damals noch anders hieß immer noch nervt aber auch egal ist weil man XING eh nicht so ernst nehmen sollte war diese Ansicht der Menschen die auf dem eigenen Profil waren bzw konnte jedeR sehen wenn man ihn/sie nachts heimlich stalkte. Das ist unnütz und kontraproduktiv. Das Ganze soll bei XING zum Erwerb einer bezahlbaren Premium-Mitgliedschaft locken, etwas was ich in diesem Leben bestimmt nicht machen werde weil man ja nur Mitglied in einem Club werden will der einen selbst nicht nehmen würde und wenn dann schon gar nicht für 5 Euro 95 im Monat. Und damit hatte sich die ganze Sache bei Friendster auch. Hängen geblieben sind mir: Man braucht immer noch mehr Freunde. Quantität und Qualität. Ende Dezember 2009 kam eine Mail die große Veränderungen bei Friendster ankündigte. Keine Ahnung. Ich hab meine Zugangsdaten vergessen.

