Die “freitag.de”-Community ist hierachisch gestaffelt: Es gibt einfache Nutzer, Blogger und so genannte Publizisten. Wer auf der Website kommentieren will, muss seine E-Mail-Adresse angeben. Wer unter dem “freitag.de”-Dach ein eigenes Blog anlegen will, muss ein Profil hinterlegen. Verdiente und beliebte Nutzer erhalten den Status des Publizisten. Ihre Beiträge werden auch im gedruckten Medium abgedruckt. Publizisten bekommen dafür ein Honorar. Beiträge der Nutzer werden an speziellen, rot gekennzeichneten Plätzen im Blatt veröffentlicht. Redakteure sorgen durch meinungsstarke Analysen für Input und moderieren das anschließende Gespräch, so Augsteins Konzept. “Wir behalten die Regie, eine ganz freie Community gibt es nicht”, sagt er.
Jakob Augstein über den neuen Freitag (Stichtag 5.2.2009). Meine Kurzprognose: Das wird nichts. Sieht ganz schick aus. Aber eine hierarchische Staffelung, Redakteure die Gespräche moderieren sollen und User, die sich Profile anlegen müssen um dann später verdient und beliebt zu werden um dann rot gekennzeichnet zu werden um dann im Blatt zu landen? Das ist eine Kopfgeburt. Lasse mich gerne linksintellektuell vom Gegenteil überzeugen.

