Gerade schnell ein Wordpress-Blog aufgesetzt für einen Workshop an der Indira Gandhi National Open University in Delhi. Ich mag den animierten Zeigefinger auf der Seite von IGNOU!  Sehr schöne Creative Commons Bilder von ‘Stuck in Commons’ gefunden. Installiert habe ich das erste Mal Widescreen, das neue Theme von Graph Paper Press. Keine Ahnung ob das dann letzlich doch eher nur als Portfolio-Theme funktioniert. Mal sehen. Bin gespannt die Seite auf dem iPad anzugucken. Befüllt wird irgendwann in der zweiten Hälfte Juni. #TE@CH

Gerade schnell ein Wordpress-Blog aufgesetzt für einen Workshop an der Indira Gandhi National Open University in Delhi. Ich mag den animierten Zeigefinger auf der Seite von IGNOU!  Sehr schöne Creative Commons Bilder von ‘Stuck in Commons’ gefunden. Installiert habe ich das erste Mal Widescreen, das neue Theme von Graph Paper Press. Keine Ahnung ob das dann letzlich doch eher nur als Portfolio-Theme funktioniert. Mal sehen. Bin gespannt die Seite auf dem iPad anzugucken. Befüllt wird irgendwann in der zweiten Hälfte Juni. #TE@CH

Das ist die Prognose. Am Samstag morgen um 5 geht es los - zusamen mit Guy. Zur Vorbereitung mal eine durcheinandergewirbelte Twitter-Liste angelegt Delhi 24. Was für eine gute Möglichkeit um ein bisschen mehr am Puls der Zeit zu sein. 44 Leute, Blogger, Prominente, Organisationen, Medien, Experten, Fotografen, Köche, Programmierer, Studenten usw. -  inkl. MTV India und Shahrukh Khan (verified).

Das ist die Prognose. Am Samstag morgen um 5 geht es los - zusamen mit Guy. Zur Vorbereitung mal eine durcheinandergewirbelte Twitter-Liste angelegt Delhi 24. Was für eine gute Möglichkeit um ein bisschen mehr am Puls der Zeit zu sein. 44 Leute, Blogger, Prominente, Organisationen, Medien, Experten, Fotografen, Köche, Programmierer, Studenten usw. -  inkl. MTV India und Shahrukh Khan (verified).

In einem anderen Land aufwachen. Die kurze Irritation am Morgen. Es ist früh. Und es ist hell. Unter der Tür durchgeschoben: Sunday Times. Can The Tweet Kill The Book? Keine Ahnung.

Der Speisesaal ist achteckig. Schwerer Teppichboden. Telephone und Notebooks sind verboten. Mitglieder können einen Tisch reservieren. Für bis zu acht Personen. Es gibt kontinentales, amerikanisches und indisches Frühstück. Eine Banane kostet acht Rupien. 
Das Essen dauert eine Stunde. Es ist Sonntag. Es ist ruhig hier. Und langsam. Schwarzer Tee. Nachher vielleicht in die Bibliothek. 1960 - 1962.

Der Tempel in den Lodi Gardens ist der von dem Foto über dem Bericht auf der Website der New York Times. Es ist heiß. Die Blackbirds haben einen komischen orangen Fleck über dem Schnabel. Sehen böse aus. Krakelen. Daneben kleine dünne stille Eichhörnchen - überall. Ein Joggingpfad. Bewässerungsanlagen. Menschen im Schatten der Bäume. Ein paar Kinder. Man wird hier sofort träge. Man hat hier Zeit, ahnt Größe, ganze Zeitalter. Natürlich riecht es. Anders. Besser. Würzig. Voll. Satt.

Später sitzt man in einem Büro. Ein Ventilator an der Decke. Es gibt Tee. Zwei Stück Zucker. Man sitzt gut hier. Es ist angenehm. Ständig kommt irgendwer. Man sitzt da. Man sagt was. Leute machen Notizen. Leute gucken in einen Computer. Leute telefonieren. Noch mehr Tee. Es gibt Blumen am Ende haben wir vier Stunden da gesessen.

Chris de Burg läuft. Sieht aus wie bei einem Tex Mex Mexikaner. Angenehm kühl. Man wäre niemals hier rein gegangen. Chris de Burg läuft. Die CD ist genau einmal durchgelaufen. England spielt schon wieder gegen die USA. Immer noch. Zeitschleife. Die Sonne ist weg. Es ist dunkel. Es wird gleich regnen. Wenn man die Augen zukneift, dann sieht es aus wie bei Harry Potter. Nur in Indien. Sandstaub. Man muss die Augen zukneifen.

Die Stadt hat ganze Dörfer verschluckt und verdaut gerade. Linksverkehr. Kinder an Ampeln. Mit Handyaufladekabeln, mit Rosen in Plastik, mit der Elle Decor, mit bettelnden Müttern. Man hat hier immer einen Fahrer. Die Fahrt dauert 45 Minuten. Meine Zimmernummer ist 99. Der Regen hat aufgehört.

Die Anzughose rutscht. Ich halte eine Rede. Die Hände flach auf dem Pult. Das hab ich mal im Fernsehen gesehen. Das soll Ruhe ausstrahlen. Ich lese ab. Das erste Wort. Respectable. Wie ein Lied von Mel & Kim. Inaugural Adress.

Ich bin Christian Wulff. Scheinwerferlicht. Ein Auslandstermin. Man zündet Kerzen an. Blumen. Es gibt Schokotorte und Chips. Wir trinken Tee.

Gästehausfernsehennachrichten. NDTV. Kein Schnickschnack. Alles staubig. Alles Sand. Die Welt ist ein Krisenherd. Regionen von denen ich noch nie gehört habe. Einmaschieren. Ausmaschieren. Stoische Ruhe. Es gibt noch Nachtisch.

Rotierende Ventilatoren und Sicherheitsmänner in schönen Uniformen. Block 3. Block 6. Block 5. Ein Whiteboard. Flipchart. Beamer. Klebeband. Edding. Vorstellungsrunde. Erwartungsabfrage. Twitter. Tee. Durchgeschmorte Leitung. Internet. Kein Internet. Internet. Wir gehen raus morgen. Fotos machen. Blog bestücken. #delhi24

Im echten Leben einhundert Meter weiter die Straße rechts runter sitzen zwei Kinder in einem Kanaldrecksloch, sammeln Flaschen und kriegen dafür 2 Cent. Am Straßenrand brät ein junger Herr Maiskolben für 20 Cent. Die freundliche Variante geht so: Er hat Schulferien und verdient sich ein bisschen Geld dazu. Die unfreundliche Variante geht so: Heute Abend kauft er Klebe zum Schnüffeln. Die Limonenlimonade der Coca-Cola Company kostet 26 Cent. Der 16jährige Mechaniker verdient 6o Euro im Monat. Der Mangomann beginnt um 6:00. Um Mitternacht geht er nach Hause. Einhundert Meter zurück. Das Internet funktioniert nicht.

Im echten Leben einhundert Meter weiter die Straße rechts runter sitzen zwei Kinder in einem Kanaldrecksloch, sammeln Flaschen und kriegen dafür 2 Cent. Am Straßenrand brät ein junger Herr Maiskolben für 20 Cent. Die freundliche Variante geht so: Er hat Schulferien und verdient sich ein bisschen Geld dazu. Die unfreundliche Variante geht so: Heute Abend kauft er Klebe zum Schnüffeln. Die Limonenlimonade der Coca-Cola Company kostet 26 Cent. Der 16jährige Mechaniker verdient 6o Euro im Monat. Der Mangomann beginnt um 6:00. Um Mitternacht geht er nach Hause. Einhundert Meter zurück. Das Internet funktioniert nicht.

Fühlt sich gut an. Wenn Leute das erste Mal in ihrem Leben ein digitales Foto machen. Oder mit einer schlichten digitalen Kamera in einem organischen Gemüsebeet stehen und einen allerersten Aufsager filmen. Stifte und Blöcke sind auch gut. Für Notizen. Und eigentlich das Beste ist. Mit Leuten reden. Surhita und Rupa haben mit Suraj Sing gesprochen. Er lebt seit 72 Jahren hier. Hier war mal ein Dorf. Jetzt ist hier eine Stadt. Mit 12,25 Millionen Einwohnern. 

Fühlt sich gut an. Wenn Leute das erste Mal in ihrem Leben ein digitales Foto machen. Oder mit einer schlichten digitalen Kamera in einem organischen Gemüsebeet stehen und einen allerersten Aufsager filmen. Stifte und Blöcke sind auch gut. Für Notizen. Und eigentlich das Beste ist. Mit Leuten reden. Surhita und Rupa haben mit Suraj Sing gesprochen. Er lebt seit 72 Jahren hier. Hier war mal ein Dorf. Jetzt ist hier eine Stadt. Mit 12,25 Millionen Einwohnern. 

Good Health. Thanks to Bhavnamadan.

Man hört sich das hier alles an. Und dann setzt man sich hin und testet es. Bis ans Limit. Danach entscheidet man sehr schnell ob das was ist oder nicht. Die Information wird aufgesogen, verarbeitet, umgesetzt und dann kommen ungefähr zehntausend Fragen ob und ja wie und warum und wie genau irgendwas funktioniert oder eben nicht. Das ist beeindruckend.

Zahnarzt, Printjournalistin mit 25 Jahren Erfahrung, Fernsehtechniker, Juniorprofessorin - die Damen und Herren wollen lernen und das Maximum rausholen. Innerhalb einer Woche heißt das: Flickr, Twitter, YouTube, Wordpress, Tumblr, Audacity, Soundslides. Sie nutzen Tinyurl und verstehen Creative Commons - zumindest im Ansatz. Das ist alles neu.

Von 0 auf 100. Sie wollen die Templates ändern, stecken nach 20 Minuten den Finger in die Wunde und erklären einem die Shortcomings von Soundslides. Wie adressiert man eine Twitter-Liste? Das macht Spaß. Es ist ungewohnt. Aber die Zukunft der Medien ist hier keine vage Bedrohung, sondern eine Herausforderung.

3G wird kommen, mobile Endgeräte werden kommen und ein 29jähriger bastelt gerade an einem Chip der Videodaten vom Computer auf den Fernseher überträgt. 1000 mal schneller als das W-Lan. Ihm fehlen noch 10 Millionen Dollar Kapital. Pessimistisch sieht er nicht gerade aus. 

Am Bahnhof von Agra schlägt ein Uniformierter einen Mann mit einem Holzstock aus dem Bahnhof. Es sind 46 Grad Celsius. Die Türme des Taj Mahal stehen schief, damit sie im Falle eines Erdbebens zur Seite kippen. Eigentlich soll es angeblich auf der anderen Seite des Flusses noch eine schwarze Variante des Taj Mahal geben. Alles symmetrisch. Dazu kommt es dann nicht. Der Sohn des Großmoguls entmachtet ihn, stellt ihn unter Hausarrest. Da sitzt er im Roten Fort, der Wind bläst durch die Marmorschnitzereien, unter ihm der zweigeteilte Burggraben - erst Krokodile und Wasserschlangen, dann Tiger. Auf meiner Schulter sitzt eine Kakerlake. Ein Sicherheitsmann ohrfeigt einen Jungen. Es ist grell hier und heiß und stickig und leer.

Am Bahnhof von Agra schlägt ein Uniformierter einen Mann mit einem Holzstock aus dem Bahnhof. Es sind 46 Grad Celsius. Die Türme des Taj Mahal stehen schief, damit sie im Falle eines Erdbebens zur Seite kippen. Eigentlich soll es angeblich auf der anderen Seite des Flusses noch eine schwarze Variante des Taj Mahal geben. Alles symmetrisch. Dazu kommt es dann nicht. Der Sohn des Großmoguls entmachtet ihn, stellt ihn unter Hausarrest. Da sitzt er im Roten Fort, der Wind bläst durch die Marmorschnitzereien, unter ihm der zweigeteilte Burggraben - erst Krokodile und Wasserschlangen, dann Tiger. Auf meiner Schulter sitzt eine Kakerlake. Ein Sicherheitsmann ohrfeigt einen Jungen. Es ist grell hier und heiß und stickig und leer.

Aishwarya Rai Bachchan ist also mit Abhishek Bachchan verheiratet. Sagt einem ja auch niemand. Wenn das so weitergeht werde ich noch Bollywood-Experte. Einen der bestimmt 37.258 Filme kenne ich jetzt. Und die deckungsgleiche Ähnlichkeit von Neha Dhupia und Eva Braun ist mir auch umgehend aufgefallen.

Beim Freitagsgebet knien da unten 30.000 Menschen. Wir stehen oben im zwölfseitigen offenen Pavillion des linken Minaretts, klammern uns an das Gitter. Fühlt sich höher an als 40 Meter. Ein leichter Wind weht und der Ausblick ist absurd, weil die Stadt nicht endet. Jama Masjid ist die größte Moschee Indiens und eine der größten der Welt. Vorher am India Gate.

Beim Freitagsgebet knien da unten 30.000 Menschen. Wir stehen oben im zwölfseitigen offenen Pavillion des linken Minaretts, klammern uns an das Gitter. Fühlt sich höher an als 40 Meter. Ein leichter Wind weht und der Ausblick ist absurd, weil die Stadt nicht endet. Jama Masjid ist die größte Moschee Indiens und eine der größten der Welt. Vorher am India Gate.

All we have, we have to share. Share, share and provide Links. Materialverwertung. Zweimal Blogschau. Zweimal Indien. Blogschau 117 mit dem bloggen Zahnarzt Dr. Chopra. Blogschau 118 mit Mari, einer ehemaligen - jetzt bloggenden - Human Ressource Managerin aus Brasilien. #W@RK