„Der Hakone-See in der Provinz Sagami“ ist Nummer 34 der “36 Ansichten des Berges Fuji” von Katsushika Hokusai. Sein Nachname stand offenbar Pate für eine iPhone-App, mit der man recht gut auf mehreren Spuren Audiodateien bearbeiten kann. Ein paar Sätze über das Programm drüben bei Torial. Habe da vor drei Wochen die Rubrik “Die Journalisten-App der Woche” gestartet. Falls jemand zu viel Zeit und Kreativität hat, sollte er oder sie aus der 36-teiligen Bildserie eine 36-teilige Serie kleiner digitaler Spiele machen. 

„Der Hakone-See in der Provinz Sagami“ ist Nummer 34 der “36 Ansichten des Berges Fuji” von Katsushika Hokusai. Sein Nachname stand offenbar Pate für eine iPhone-App, mit der man recht gut auf mehreren Spuren Audiodateien bearbeiten kann. Ein paar Sätze über das Programm drüben bei Torial. Habe da vor drei Wochen die Rubrik “Die Journalisten-App der Woche” gestartet. Falls jemand zu viel Zeit und Kreativität hat, sollte er oder sie aus der 36-teiligen Bildserie eine 36-teilige Serie kleiner digitaler Spiele machen. 

Die Naturwissenschaftler Alan Sokal und Jean Bricmont bezeichneten sein Werk, wie das einer ganzen Reihe anderer postmoderner und poststrukturalistischer Philosophen, als ‘Eleganten Unsinn’.
Mario von Rickenbach hat gerade seinen Bachelor Game Design in Zürich gemacht. Mario von Rickenbach ist offensichtlich wahnsinnig. Die Sachen sehen sehr gut aus. Vor allem Mirage. Das Spiel ist gerade 2012 Independent Games Festival Finalist geworden. Excellence In Visual Art. Keine Ahnung ob er Mirage von Siouxsie & The Banshees kennt. 

Mario von Rickenbach hat gerade seinen Bachelor Game Design in Zürich gemacht. Mario von Rickenbach ist offensichtlich wahnsinnig. Die Sachen sehen sehr gut aus. Vor allem Mirage. Das Spiel ist gerade 2012 Independent Games Festival Finalist geworden. Excellence In Visual Art. Keine Ahnung ob er Mirage von Siouxsie & The Banshees kennt. 

Bin immer noch der festen Ansicht dass ich niemals irgendwas Sinnvolles selber programmieren werde. Das freundlich-didaktische Design von Codecademy - eines von 6 Startups to angeblich Watch in 2012 (*) -, hat mich aber inkl. Badges und Progress bar zumindest durch Teil eins von vier der Week 1 of Code Year gebracht. Man lernt Java Script Bröckchen. Versprochen wurde, dass man am Ende des ersten Monats bereits ein Game programmiert. Mal sehen. 

Bin immer noch der festen Ansicht dass ich niemals irgendwas Sinnvolles selber programmieren werde. Das freundlich-didaktische Design von Codecademy - eines von 6 Startups to angeblich Watch in 2012 (*) -, hat mich aber inkl. Badges und Progress bar zumindest durch Teil eins von vier der Week 1 of Code Year gebracht. Man lernt Java Script Bröckchen. Versprochen wurde, dass man am Ende des ersten Monats bereits ein Game programmiert. Mal sehen. 

With a new high-definition camera, video recording, flight data sharing, new piloting mode, increased stability and brand-new look, the AR.Drone 2.0 offers an experience like no other! Sich nur vorzustellen welche Funktionalitäten diese Drohne erst in zwei, drei oder fünf Jahren haben könnte, ist eine Wucht. Einen Eintrag im lab-Blog geschrieben.

With a new high-definition camera, video recording, flight data sharing, new piloting mode, increased stability and brand-new look, the AR.Drone 2.0 offers an experience like no other! Sich nur vorzustellen welche Funktionalitäten diese Drohne erst in zwei, drei oder fünf Jahren haben könnte, ist eine Wucht. Einen Eintrag im lab-Blog geschrieben.

Frerk weist auf Omer Fast hin. Der israelische Videokünstler der derzeit wohl auch in Berlin wohnt wie alle, hat über Craigslist amerikanische Drohnenpiloten gefunden und gesprochen. Darüber redet er hier mit dem Deutschlandradio. Jetzt auch gesehen, dass er bis Mitte Dezember im Kölner Kunstverein ausgestellt war und es im November einen Artikel in der FAZ gab und auf der Biennale in Venedig war er auch. Offenbar aber auch dann bald auf der documenta 13. Bei Youtube einen Ausschnitt seiner Arbeit CNN Concatenated gesehen. Wikipedia: In 2002, Fast released CNN Concatenated, an 18-minute long single-channel video which uses CNN footage. The video is cut so that each word is spoken by a different newsperson. The pieces literally asks the viewers questions about media authenticity and give CNN a distinct voice

Frerk weist auf Omer Fast hin. Der israelische Videokünstler der derzeit wohl auch in Berlin wohnt wie alle, hat über Craigslist amerikanische Drohnenpiloten gefunden und gesprochen. Darüber redet er hier mit dem Deutschlandradio. Jetzt auch gesehen, dass er bis Mitte Dezember im Kölner Kunstverein ausgestellt war und es im November einen Artikel in der FAZ gab und auf der Biennale in Venedig war er auch. Offenbar aber auch dann bald auf der documenta 13

Bei Youtube einen Ausschnitt seiner Arbeit CNN Concatenated gesehen. Wikipedia: In 2002, Fast released CNN Concatenated, an 18-minute long single-channel video which uses CNN footage. The video is cut so that each word is spoken by a different newsperson. The pieces literally asks the viewers questions about media authenticity and give CNN a distinct voice

Bei Kollege Fiene einen persönlichen Wochenrückblick auf die allererste Woche des Jahres gesehen. Sofort übernommen die Idee. Diese Woche den Neue Medien Newsletter Januar für die Deutsche Welle (Themen / Neue Medien) fabriziert. Für Torial die neue kleine Serie “Die Journalisten-App der Woche” weitergeschrieben. Und gleich mal eine hand voll weiterer Apps vorgemerkt: Hokusai, Instagram, Dropbox, iSaidWhat und Blurb. Diese Woche gelernt: In Deutschland setzt man sich seit 2007 auch akademisch mit Mobile Journalism auseinander. Zufällig auf Cornelia Wolf von der Uni Passau gestoßen. Sehr spannend. Diese Woche inspirierend: Die Konferenz #dlf50 zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunks. Im altehrwürdigen Kammermusiksaal reden internationale Experten über responsive Design, Worte wie Processjournalism fallen und ein smarter 30-jähriger Guardian-Journalist rückt auf dem Panel einiges gerade. ”Like it or not. Night is coming - we have to adapt.” @PaulLewis #dlf50Und sonst? An Terrorhunter geschraubt. Mit Lorenz Drohnenjournalismus gestartet. Einen Vortrag von Jesse Schell angeschaut. Veronica Falls gehört. Und Zeitung gelesen.Nächste Woche: Master Kolloquium zum Thema “Unsettling the Military Entertainment Complex”, ein Social Media Seminar für die Welthungerhilfe und der Entwurf einer mobilen Strategie für einen Kunden. 

Bei Kollege Fiene einen persönlichen Wochenrückblick auf die allererste Woche des Jahres gesehen. Sofort übernommen die Idee. Diese Woche den Neue Medien Newsletter Januar für die Deutsche Welle (Themen / Neue Medien) fabriziert. Für Torial die neue kleine Serie “Die Journalisten-App der Woche” weitergeschrieben. Und gleich mal eine hand voll weiterer Apps vorgemerkt: Hokusai, Instagram, Dropbox, iSaidWhat und Blurb.

Diese Woche gelernt: In Deutschland setzt man sich seit 2007 auch akademisch mit Mobile Journalism auseinander. Zufällig auf Cornelia Wolf von der Uni Passau gestoßen. Sehr spannend. 

Diese Woche inspirierend: Die Konferenz #dlf50 zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunks. Im altehrwürdigen Kammermusiksaal reden internationale Experten über responsive Design, Worte wie Processjournalism fallen und ein smarter 30-jähriger Guardian-Journalist rückt auf dem Panel einiges gerade. ”Like it or not. Night is coming - we have to adapt.” @PaulLewis #dlf50

Und sonst? An Terrorhunter geschraubt. Mit Lorenz Drohnenjournalismus gestartet. Einen Vortrag von Jesse Schell angeschaut. Veronica Falls gehört. Und Zeitung gelesen.

Nächste Woche: Master Kolloquium zum Thema “Unsettling the Military Entertainment Complex”, ein Social Media Seminar für die Welthungerhilfe und der Entwurf einer mobilen Strategie für einen Kunden. 

Alexandra Roozen’s pencil drawings are mimicking monochromatic bitmap processes, twittert Paul Prudence, der sich researcher in the field of procedural art, computational design nennt und einen Blog namens Data is Nature unterhält. Pencil-drawn b+w bitmap glitch, schreibt Daniel Jones über Roozens Arbeit von 2005. Jones Twitter-Bio sieht so aus: data + code + complexity + info aesthetics + bio-inspired algorithms + architecture + cartography + design. In der FAS heute ein desillusionierender Wissenschaftsartikel über die Kontaktlinse der Zukunft. Desillusionierend, weil es noch Jahrzehnte dauern soll bis Meta-Informationen ins Sichtfeld projiziert werden können. Dazu passend gestern Abend ein Gespräch über Trans-/Posthumanismus an einem geklebten Kunstledertresen mit Disco-Beschallung. Warte jetzt darauf, dass Frank Schirrmacher das Thema aufgreift. Liegt in der Luft. Mehr Zukunft ist notwendig. “Carolyn Christov-Bakargiev ist keine Freundin virtueller Realitäten, deshalb hat die gebürtige Amerikanerin in ihrer italienischen Wahlheimat auch keinen ICE bestiegen, sondern sich Kassel in mehr als 18 Stunden in Bummelzügen genähert.” Sich Kassel in 18 Stunden in so genannten Bummelzügen nähern - wahrscheinlich hörte sie dabei Gotye auf ihrem Walkman. 

Alexandra Roozen’s pencil drawings are mimicking monochromatic bitmap processes, twittert Paul Prudence, der sich researcher in the field of procedural art, computational design nennt und einen Blog namens Data is Nature unterhält. Pencil-drawn b+w bitmap glitch, schreibt Daniel Jones über Roozens Arbeit von 2005. Jones Twitter-Bio sieht so aus: data + code + complexity + info aesthetics + bio-inspired algorithms + architecture + cartography + design. 

In der FAS heute ein desillusionierender Wissenschaftsartikel über die Kontaktlinse der Zukunft. Desillusionierend, weil es noch Jahrzehnte dauern soll bis Meta-Informationen ins Sichtfeld projiziert werden können. Dazu passend gestern Abend ein Gespräch über Trans-/Posthumanismus an einem geklebten Kunstledertresen mit Disco-Beschallung. 

Warte jetzt darauf, dass Frank Schirrmacher das Thema aufgreift. Liegt in der Luft. Mehr Zukunft ist notwendig. “Carolyn Christov-Bakargiev ist keine Freundin virtueller Realitäten, deshalb hat die gebürtige Amerikanerin in ihrer italienischen Wahlheimat auch keinen ICE bestiegen, sondern sich Kassel in mehr als 18 Stunden in Bummelzügen genähert.” Sich Kassel in 18 Stunden in so genannten Bummelzügen nähern - wahrscheinlich hörte sie dabei Gotye auf ihrem Walkman. 

Ich hab Ende letzten Jahres die nichtexklusiven Nutzungsrechte zur Realisierung des Konzepts “Terrorhunter” an die Landeszentrale für politische Bildung NRW verkauft. Jetzt sitz ich hier an Konzept, Storyboard, Kalkulation und Kommunikationsstrategie.Rauskommen soll eine mobile Game-App, die sich an real existierenden militärischen Trainings-Apps orientiert und die aktuelle Ausrichtung der z.B. US-Kriegsführung problematisiert und hinterfragt. Am meisten Spaß macht derzeit die Recherche in dem dynamischen Markt militärischer Trainings-Apps, von denen man nur Bruchstücke zu Gesicht bekommt. Auch von der iPhone App für das Patriot Missile Training gibt es nur einen Screenshot. Aber natürlich sieht man auch und vor allem bei der US-Armee smart phones as force multipliers. Wer will kann sich gerne durch die noch vollkommen unsortierte Linksammlung klicken. Zur Einführung in die Thematik interessant: ein Zeit-Artikel des geschätzten Martin Ganteföhr bei Zeit Online 2007 Operation Pixelkrieg, ein militärischer Blick auf “The long history of gaming in military training” (PDF) von 2010 und ganz generell die Seite Militainment.info.

Ich hab Ende letzten Jahres die nichtexklusiven Nutzungsrechte zur Realisierung des Konzepts “Terrorhunter” an die Landeszentrale für politische Bildung NRW verkauft. Jetzt sitz ich hier an Konzept, Storyboard, Kalkulation und Kommunikationsstrategie.

Rauskommen soll eine mobile Game-App, die sich an real existierenden militärischen Trainings-Apps orientiert und die aktuelle Ausrichtung der z.B. US-Kriegsführung problematisiert und hinterfragt. 

Am meisten Spaß macht derzeit die Recherche in dem dynamischen Markt militärischer Trainings-Apps, von denen man nur Bruchstücke zu Gesicht bekommt. Auch von der iPhone App für das Patriot Missile Training gibt es nur einen Screenshot. Aber natürlich sieht man auch und vor allem bei der US-Armee smart phones as force multipliers. Wer will kann sich gerne durch die noch vollkommen unsortierte Linksammlung klicken. 

Zur Einführung in die Thematik interessant: ein Zeit-Artikel des geschätzten Martin Ganteföhr bei Zeit Online 2007 Operation Pixelkrieg, ein militärischer Blick auf “The long history of gaming in military training” (PDF) von 2010 und ganz generell die Seite Militainment.info.

Jesse Schell war mal bei Disney, hat ein Lehrbuch über Game Design geschrieben und 2010 einen vielbeachteten Vortrag über Gamification gehalten, in dem das Wort kein einziges Mal vorkam. Hier redet Schell über den Informationsfluss in und die Organisation von wachsenden Game Studios. Das klingt erstens speziell und zweitens langweilig, ist aber abgesehen von kurzen kruden Ausflügen in die Akupunktur und Ameisenlehre interessant für jeden und jede der/ die in einem Büro arbeitet. Vieles davon ist offensichtlich “obvious”, aber das sagt Schell auch direkt am Anfang. Die Systematisierung von jeglichem Kommunikationsfluss in die sechs Begriffe Facts Opinions Emotions Projects Processes People hat was. Und ein nie aufgemaltes Chart der so genannten Affective Hubs leuchtet ein. Lohnt sich. Dauert 59 Minuten. 

Jesse Schell war mal bei Disney, hat ein Lehrbuch über Game Design geschrieben und 2010 einen vielbeachteten Vortrag über Gamification gehalten, in dem das Wort kein einziges Mal vorkam. Hier redet Schell über den Informationsfluss in und die Organisation von wachsenden Game Studios. Das klingt erstens speziell und zweitens langweilig, ist aber abgesehen von kurzen kruden Ausflügen in die Akupunktur und Ameisenlehre interessant für jeden und jede der/ die in einem Büro arbeitet.

Vieles davon ist offensichtlich “obvious”, aber das sagt Schell auch direkt am Anfang. Die Systematisierung von jeglichem Kommunikationsfluss in die sechs Begriffe Facts Opinions Emotions Projects Processes People hat was. Und ein nie aufgemaltes Chart der so genannten Affective Hubs leuchtet ein. Lohnt sich. Dauert 59 Minuten. 

Alles immer in Schleifen und Zirkeln. Am besten bis jetzt 2012 ein Album das im Herbst rauskam. Veronica Falls. Ich bin ein Fan, sagt Stephen Pastel der vor 20 Jahren die Pastels gegründet hat und jetzt das Label Geographic Music betreibt und den ich gerne mal im Cafe beobachten würde, wenn er eine Tasse Tee trinkt. The members of the band were formerly in the bands The Royal We and Sexy Kid. Am allerallerbesten ist das Lied Wedding Day. Das ist 2 Minuten und eine Sekunde lang und damit zwei Sekunden kürzer als Girlfriend in a Coma. Es hat alles was einen perfekten Popsong ausmacht. T-Shirts und Jutebeutel sind ausverkauft. 

Alles immer in Schleifen und Zirkeln. Am besten bis jetzt 2012 ein Album das im Herbst rauskam. Veronica Falls. Ich bin ein Fan, sagt Stephen Pastel der vor 20 Jahren die Pastels gegründet hat und jetzt das Label Geographic Music betreibt und den ich gerne mal im Cafe beobachten würde, wenn er eine Tasse Tee trinkt. 

The members of the band were formerly in the bands The Royal We and Sexy Kid. Am allerallerbesten ist das Lied Wedding Day. Das ist 2 Minuten und eine Sekunde lang und damit zwei Sekunden kürzer als Girlfriend in a Coma. Es hat alles was einen perfekten Popsong ausmacht. T-Shirts und Jutebeutel sind ausverkauft. 

Via Johannes Kleske auf das Buch The Information Diet von Clay Johnson gestossen. Johnson hat die Firma Blue State Digital mitgegründet, die Obamas Online Kampagne 2008 konzipiert und umgesetzt hat. Johnson vergleicht die Informationsaufnahme mit der Ernährung und leitet eine neue Herangehensweise für den Medienkonsum ab. Ein einleuchtender und bildstarker Gedanke, der bisherige Erkenntnisse (verteiler Medienkonsum am Tag auf diversen Devices) konsequent weiterdenkt. Bei Kleske ein paar Monate früher der Hinweis auf den kleinen Essay Warum Sie keine News konsumieren sollten. Zitat: Heute sind wir im Bezug auf News an dem Punkt, wo wir in Bezug auf FastFood vor zwanzig Jahren standen.
1998 hat Georg Franck das Buch Ökonomie der Aufmerksamkeit geschrieben. Hier beschreibt er - so Wikipedia -  eine Ökonomie der Aufmerksamkeit, die neben der vertrauten Ökonomie des Geldes existiert und mit ihr konkurriert…. Intelligent ist daher nur, wer klug mit ihr umgeht.
Informations-Diät. Klingt wie eine selbstoptimierte das-Maximum-rausholende freudlos geißelnde Fitnessplan-Angelegenheit? Wahrscheinlich funktioniert sie genauso gut schlecht gar nicht wie alle Ernährungsdiäten. Wahrscheinlich stehen in dem Buch schrecklich interessante Sachen. Teil meiner persönlichen Diät wird es trotzdem nicht. Schließlich muss man auswählen. Sorgsam. Das eng begrenzte Gut Aufmerksamkeit. Und so. 
Gestern im Zug aus Berlin. Schnurgerade nach Westen. Viel zu dunkel. Viel zu nass. Nachmittags im Zug. Schnurgerade nach Westen und das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist ein Fest. Joachim Lottmann über Trinken in Wien. Andreas Kilb über Siegfried Kracauers Feuilletons. Und Tobias Rüther über Sherwood Andersons “Winesburg, Ohio”. Sherwood Anderson, 1876 geboren, 1941 gestorben. Diejenigen, die die Treppe hinaufgingen, folgten mit ihren Füßen denen vieler, die vor ihnen hinaufgegangen waren.

Via Johannes Kleske auf das Buch The Information Diet von Clay Johnson gestossen. Johnson hat die Firma Blue State Digital mitgegründet, die Obamas Online Kampagne 2008 konzipiert und umgesetzt hat. Johnson vergleicht die Informationsaufnahme mit der Ernährung und leitet eine neue Herangehensweise für den Medienkonsum ab. 

Ein einleuchtender und bildstarker Gedanke, der bisherige Erkenntnisse (verteiler Medienkonsum am Tag auf diversen Devices) konsequent weiterdenkt. Bei Kleske ein paar Monate früher der Hinweis auf den kleinen Essay Warum Sie keine News konsumieren sollten. Zitat: Heute sind wir im Bezug auf News an dem Punkt, wo wir in Bezug auf FastFood vor zwanzig Jahren standen.

1998 hat Georg Franck das Buch Ökonomie der Aufmerksamkeit geschrieben. Hier beschreibt er - so Wikipedia -  eine Ökonomie der Aufmerksamkeit, die neben der vertrauten Ökonomie des Geldes existiert und mit ihr konkurriert…. Intelligent ist daher nur, wer klug mit ihr umgeht.

Informations-Diät. Klingt wie eine selbstoptimierte das-Maximum-rausholende freudlos geißelnde Fitnessplan-Angelegenheit? Wahrscheinlich funktioniert sie genauso gut schlecht gar nicht wie alle Ernährungsdiäten. Wahrscheinlich stehen in dem Buch schrecklich interessante Sachen. Teil meiner persönlichen Diät wird es trotzdem nicht. Schließlich muss man auswählen. Sorgsam. Das eng begrenzte Gut Aufmerksamkeit. Und so. 

Gestern im Zug aus Berlin. Schnurgerade nach Westen. Viel zu dunkel. Viel zu nass. Nachmittags im Zug. Schnurgerade nach Westen und das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist ein Fest. Joachim Lottmann über Trinken in Wien. Andreas Kilb über Siegfried Kracauers Feuilletons. Und Tobias Rüther über Sherwood Andersons “Winesburg, Ohio”. Sherwood Anderson, 1876 geboren, 1941 gestorben. 

Diejenigen, die die Treppe hinaufgingen, folgten mit ihren Füßen denen vieler, die vor ihnen hinaufgegangen waren.

Weitermachen. Don’t cry – work. Ich ging rein. Die Tür quietschte ein bisschen. Ich geh wieder rein. Keine Illusionen mehr. Kauen und warten. Méréglise. Heute noch ein bisschen Katy Perry. 

Weitermachen. Don’t cry – work. Ich ging rein. Die Tür quietschte ein bisschen. Ich geh wieder rein. Keine Illusionen mehr. Kauen und warten. Méréglise. Heute noch ein bisschen Katy Perry. 

Im dritten Stock des betonierten Philosophikums in Köln-Lindenthal hinten rechts in der geschichtswissenschaftlichen Bibliothek stand jahrelang das 800 Seiten umfassende “Die deutsche Südsee 1884 - 1914 - Ein Handbuch” von Hermann Joseph Hiery. Wahrscheinlich steht es da immer noch. Unter dem Schutzumschlag, ein dunkelgrüner Leineneinband. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2001. Mein Lieblingsbuch in dieser Bibliothek. (*)Karten, Quellenangaben, Bilder, Statistiken, Sekundärliteratur - alles ist vorhanden. Auch ein Foto, das den Mageninhalt eines Krokodils zeigt. Ein menschlicher Fuß und einen teilweise verdauten Arm. Gute zehn Jahre später erscheint im Februar das neue Buch von Christian Kracht, dessen Einband aussieht wie ein Tim und Struppi Comic und ungefähr doppelt soviel kostet. (*)Es heißt Imperium. Ein Abenteuerroman. Die Welt Kompakt flippt bereits aus. Elfriede Jelinek gibt sich irgendwie verwundert. Und diverse Menschen schreiben dem Autor auf dessen Facebook Page, dass sie das Buch gerade vorbestellt haben. Hierys Buch ist derzeit vergriffen. Krachts Buch gibt es am 16. Februar. Und die Neuguinea-Hymne geht so: “Welch ein Vergnügen, wenn die Winde / Wehen und das Segel fliegt / Und man ohne Sorg und Mühe / Rauchend auf dem Kanu liegt.”

Im dritten Stock des betonierten Philosophikums in Köln-Lindenthal hinten rechts in der geschichtswissenschaftlichen Bibliothek stand jahrelang das 800 Seiten umfassende “Die deutsche Südsee 1884 - 1914 - Ein Handbuch” von Hermann Joseph Hiery. Wahrscheinlich steht es da immer noch. Unter dem Schutzumschlag, ein dunkelgrüner Leineneinband. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2001. Mein Lieblingsbuch in dieser Bibliothek. (*)

Karten, Quellenangaben, Bilder, Statistiken, Sekundärliteratur - alles ist vorhanden. Auch ein Foto, das den Mageninhalt eines Krokodils zeigt. Ein menschlicher Fuß und einen teilweise verdauten Arm. Gute zehn Jahre später erscheint im Februar das neue Buch von Christian Kracht, dessen Einband aussieht wie ein Tim und Struppi Comic und ungefähr doppelt soviel kostet. (*)

Es heißt Imperium. Ein Abenteuerroman. Die Welt Kompakt flippt bereits aus. Elfriede Jelinek gibt sich irgendwie verwundert. Und diverse Menschen schreiben dem Autor auf dessen Facebook Page, dass sie das Buch gerade vorbestellt haben. 

Hierys Buch ist derzeit vergriffen. Krachts Buch gibt es am 16. Februar. Und die Neuguinea-Hymne geht so: “Welch ein Vergnügen, wenn die Winde / Wehen und das Segel fliegt / Und man ohne Sorg und Mühe / Rauchend auf dem Kanu liegt.”

Bei der Recherche zum Thema “Überwachung, Privacy, Drohnen” auf Kelly Gates Buch gestoßen. Auch ohne vollkommen paranoid zu sein, ist die Kombination aus Drohnen und automatischer Gesichtserkennung schon spooky. Vor allem weil es wahrscheinlich in Feldtests bereits passiert (*) und mit sehr viel Geld an vielen Orten vorangetrieben wird. Hier ein Beitrag über INDECT. Hier ein älterer Artikel über den Einsatz von Drohnen bei der europäischen Grenzkontrolle. Um auf den Geschmack zu kommen, kann man sich auch mal das Programm der Biometrics Consortium Conference 2011 anschauen (PDF). Oder einfach dieses INDECT-Werbevideo angucken - via Panopticum Europe.

Bei der Recherche zum Thema “Überwachung, Privacy, Drohnen” auf Kelly Gates Buch gestoßen. Auch ohne vollkommen paranoid zu sein, ist die Kombination aus Drohnen und automatischer Gesichtserkennung schon spooky. Vor allem weil es wahrscheinlich in Feldtests bereits passiert (*) und mit sehr viel Geld an vielen Orten vorangetrieben wird. Hier ein Beitrag über INDECT. Hier ein älterer Artikel über den Einsatz von Drohnen bei der europäischen Grenzkontrolle. Um auf den Geschmack zu kommen, kann man sich auch mal das Programm der Biometrics Consortium Conference 2011 anschauen (PDF). Oder einfach dieses INDECT-Werbevideo angucken - via Panopticum Europe.